Reisebericht USA Rockies 2003

1. Tag
11.06.03

Endlich ist es wieder soweit, wir gehen wieder auf Reisen. Der Morgen begann schon recht verheißungsvoll, denn auf der Autobahn Richtung Muenchen war Stau nach einem Unfall. Aber mit einem kleinen Umweg ueber die Landstraße kamen wir immer noch rechtzeitig am Flughafen an. Dieses mal flogen wir mit Air Canada via Frankfurt nach Calgary.
Der Flug war angenehm ruhig, das Kinoprogramm einigermaßen unterhaltsam und der Service aufmerksam. Trotzdem waren wir froh als wir um 15.30 Uhr endlich da waren. Per Taxi ließen wir uns zum Hilton Garden Inn chauffieren. Das Hotel machte einen gepflegten Eindruck und auch die Zimmer waren huebsch eingerichtet. Bei Fraserway, das gleich um die Ecke lag, schauten wir kurz vorbei und vereinbarten ein Termin fuer morgen frueh zum Abholen des Wohnmobils. Bei einem Spaziergang erwischte uns ein Gewitter mit Hagelschauern, so dass wir schnell wieder zum Hotel zurueckkehrten. Dort gab es noch eine Kleinigkeit zu essen und um 20.00 Uhr lagen wir schon hundemuede in den Federn.
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2. Tag
12.06.03

Gefahrene km: 303
Campground: Many Glacier 15 US$

Ausgeruht wachten wir gegen 06.00 Uhr auf. Der Himmel war strahlend blau und es versprach ein schoener Tag zu werden. Nach dem Fruehstueck holten wir unser Wohnmobil ab. Die ueblichen Formalitaeten und die Einweisung waren schnell erledigt und so konnten wir uns auf den Weg machen. Im Safeway luden wir unseren Einkaufswagen, mit den Dingen die man halt so braucht, voll. Wir sparten sogar 12 Dollar, da wir an der Kasse eine Clubkarte erhielten. Im nahen Liquore Store erstanden wir einen bescheidenen Vorrat an Bier - wir wollten ja heute noch in die USA und man weiss ja nie bei den amerikanischen Grenzbeamten. Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein konnte unsere Fahrt beginnen.
Wir folgten dem Hwy 2 Richtung Sueden. Unterwegs wechselte das Wetter, ueber den Bergen hingen dichte Wolken und es regnete auch mal. Aber das Panorama der Rockies war trotzdem sehr schoen. Wir naeherten uns Port of Piegan, der US-Grenzstation. Eine aeltere Grenzbeamtin fragte uns ob wir Zitrusfruechte und Fleisch (Beef) dabei haben. Ersteres konnten wir verneinen und Fleisch, sprich Beef, hatten wir "eigentlich" auch nicht an Bord. Aber Beef ist Beef ob in rohem Zustand, gefroren oder in der Dose. Also mussten wir eine Dose mit Fruehstuecksfleisch herausruecken. Wir durften wieder das gruene Formular ausfuellen, 6 Dollar blechen und schon durften wir einreisen. Mit einem Laecheln machten wir uns wieder auf den Weg, denn die Ravioli und Beefaroli haben wir der Dame verschwiegen. Manchmal kommt man auch mit der halben Wahrheit durch. Bei Sonnenschein fuhren wir ueber Babb in den Glacier Nationalpark. Unser erstes Tagesziel war Many Glacier. Am Swiftcurrent Lake legten wir einen Stopp ein und vertraten uns die Beine. Das historische Many Glacier Hotel - erbaut im Schweizer Alpenstil - wurde leider gerade renoviert. Von hier hatten wir eine schoene Aussicht auf die Berge. Dann war es nur noch ein kurzes Stueck zu fahren und wir kamen am Campingplatz an. Nach dem Abendessen (gerettete Ravioli) machten wir einen Spaziergang. Am nahem Swiftcurrent Motor Inn standen einige Leute und schauten mit Fernglaesern zum Berghang. Dann fiel es uns wieder ein, das war der sog. "Evening Spot Check", wir auch im Reisefuehrer beschrieben. Ein nettes Ehepaar ließ uns durchs Fernrohr gucken und als waere es ganz nah, konnten wir eine Grizzlymama mit ihren zwei Kleinen sehen. Das war ein schoener Abschluss unseres ersten Tages.
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3. Tag
13.06.03

Gefahrene km: 229
Campground: KOA West Glacier 33,65 US$

Die erste Nacht im Camper haben wir sehr gut verbracht und Dank der dicken Federbetten war es auch gemuetlich warm. Eine Aenderung unserer geplanten heutigen Tagesstrecke mussten wir leider auch vornehmen. Da unser Mobil fuer die "Going to the Sun Road" zu hoch war, mussten wir um nach West Glacier zu kommen um den Park herum fahren. Aber zuerst fuehrte unser Weg doch auf der besagten Straße bis Rising Sun (bis hier war es erlaubt). Hier unternahmen wir eine kleine Wanderung durch den Wald bis zum Browning Wasserfall.
Angesichts des sonnigen Wetters wurde uns ganz schoen warm und hier gab es eine kleine Erfrischung. Dann ging es auf dem Hwy 2 weiter nach West Glacier. Diese Strecke war auch sehr schoen- wir hatten immer ein huebsches Bergpanorama vor Augen. Als wir ankamen, verschlechterte sich das Wetter zusehends und es fing an zu regnen. Auf dem KOA CP sicherten wir uns einen Stellplatz, und dann? Da es noch frueh am Tag war und uns die "Going to the Sun Road" immer noch im Kopf rumspukte, mieteten wir uns ein Auto. Bei Sonnenschein waere es sicher eine ganz tolle Sache gewesen, aber so konnten wir die Berge meist nur in Wolken gehuellt sehen. Das Visitor Center am Logan Pass war so von Wolken verhangen, dass wir die Straße nicht mehr richtig erkennen konnten. An der Mc Donald Lodge am gleichnamigen See nahmen wir einen Imbiss ein und das Wetter wurde wieder besser. Abends am CP machten wir ein Feuer und saßen draußen bis uns ein Regenschauer vertrieb. Spaeter noch gingen wir die Wohnmobile anschauen, die hier am Platz standen - Ralfs liebste Abendbeschaeftigung.
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4. Tag
14.06.03

Gefahrene km: 402
Campground: Spring Gulch CP 12 US$

Heute morgen waren wir um 08.30 Uhr startklar. Nachdem wir gedumpt und getankt hatten, fuhren wir weiter Richtung Sueden. Wir kamen am Flathead Lake entlang, einem der groessten Suesswasserseen im Westen der USA mit 43 km Laenge und 24 km Breite. Viele Obstplantagen weisen auf ein mildes Klima in dieser Region hin. Unser Ziel war die 75 km³ grosse National Bison Range. In diesem huegeligen, trockenen Gebiet leben bis zu 500 Bisons, aber auch Deers, Pronghorns, Bergziegen, Baeren und anderes Getier.
Eine geschotterte Strasse fuehrte ueber Berg und Tal. Gleich am Anfang sahen wir Bisons und Hirsche, spaeter konnten wir an einem Bergruecken einen Schwarzbaeren ausmachen. Als wir an einem steilen Weg um die Kurve kamen, sass da ein junger, zotteliger Schwarzbaer. Den konnten wir gut auf Film und Foto bannen, bis es ihm zu bunt wurde und er sich einen Hang hinunter trollte. Gut, das Ralf an dem vorherigen Aussichtspunkt nicht halten wollte, dann haetten wir den netten Gesellen nicht gesehen. Gut zwei Stunden muss fuer die Fahrt hier eingeplant werden und es hat sich wirklich gelohnt.Weiter ging es nach Missoula, einem sehr geschaeftigen Ort. Dort fuellten wir unseren Biervorrat auf; anders als in Kanada gab es hier Bier und Wein im Supermarkt zu kaufen. Eigentlich wollten wir noch die "Smokejumpers", die hier in der Stadt ansaessig sind, aufsuchen. Wir fanden aber keinen Hinweis darauf. Wir fuhren durch das breite von Bergen gesaeumte Bitterroot Valley. Hier war es warm und die Sonne schien - eine huebsche Gegend. Unser Campingplatz liegt heute idyllisch am Bitterroot River - mit nur 10 Stellplaetzen und Einfachstausstattung. Ausser dem Campinghost und einem spaeten Gast - waren wir allein. Den Abend liessen wir gemuetlich am Lagerfeuer ausklingen.
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5. Tag
15.06.03

Gefahrene km: 373
Campground: Glacier View CP 13 US$

Der heutige Morgen begruesste uns mit Sonnenschein. Nach dem Fruehstueck machten wir uns auf den Weg. Nach kurzer Fahrt erreichten wir den Lost Trail Pass, der die Grenze zu Idaho markiert. Der Hwy 93 folgte von jetzt an dem Salmon River, einem der laengsten Wildwasserfluesse in den USA. Im Staedtchen Salmon legten wir einen Tankstopp ein - ansonsten war hier alles wie ausgestorben. Die Gegend hatte sich mittlerweile stark veraendert, das Tal durch das wir fuhren, wurde von kargen, ausgedoerrten Bergen umrahmt - erinnerte fast schon an eine Wueste. Unterbrochen immer wieder von Weiden und Farmland und kleinen Ansiedlungen. In Challis suchten wir den Abzweig zum Custer Motorway, einer der hoechsten Pass-Straßen Idahos. Nachdem wir keinen Hinweis fanden, aber relativ sicher waren, uns auf der richtigen Straße zu befinden, fragten wir einen Einheimischen. Dessen Rat war es, es sein zu lassen, die Straße waere in schlechtem Zustand und evtl. gesperrt. Wir fuhren zurueck und nahmen den bequemeren Weg. Im "Land of the Yankee Fork Historic Aera Visitor Center" informierten wir uns ueber die Geschichte der Minen und Geisterstaedte in der Region. Danach befuhren wir doch noch den Custer Motorway - von der anderen Seite her. Auf der staubigen Schotterstraße erreichten wir zuerst Bonanza. Von diesem Ort existiert nur noch der Friedhof.
Anschließend besuchten wir die 1940 erbaute Yankee Fork Gold Dredge - der riesige Goldbagger war bis 1952 in Betrieb. Dieses Ungetuem besichtigten wir mit einer fachkundigen Fuehrerin. Nach diesem interessanten Erlebnis, wir wissen jetzt fast alles ueber die Dredge und wie sie funktioniert, erreichten wir Custer. Dieses kleine Geisterstaedtchen ist noch relativ gut erhalten. Dort sahen wir uns einige der verbliebenen Haeuschen an. Langsam wurde es Zeit fuer einen Uebernachtungsplatz. Wir passierten Stanley, einen Winzlingsort mit 100 Einwohnern - aber mit einem sagenhaften Panorama. Ploetzlich hatten wir die schneebedeckten Sawtooth Mountains im Blick - ein toller Anblick. Der erste CP den wir auserkoren hatten, gefiel uns ueberhaupt nicht. Also weiter zum Red Fishlake, einem beliebten Erholungsgebiet. Nach einigen Irrungen und Wirrungen fanden wir endlich ein schoenes Plaetzchen am Glacier View Campground. Abends saßen wir noch lange draußen und verheizten das Holz fuer 5 $.
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6. Tag
16.06.03

Gefahrene km: 225
Campground: Craters of the Moon CP 10 US$

Nach dem Fruehstueck war heute erst mal Koerperpflege angesagt. Die Duschen lagen etwas weiter entfernt an einer Servicestation - hier gab es auch Dumpstation und Waschmaschinen. Hier machte ich die leidvolle Erfahrung wie schnell 1 Minute beim Duschen vergehen kann, wenn der Muenzautomat die 25 Centstuecke ignoriert. Danach fuhren wir zum Red Fish Lake, hier gingen wir spazieren und genossen den schoenen Ausblick auf die Berge. Weiter ging es auf dem Sawtooth Scenic Byway ueber den Galena Summit und dann nach Ketchum, einem Wintersportort. Wir bummelten durch den Ort und aßen anschließend zu Mittag. Die Berge verschwanden nun, die Gegend wurde flach und trocken. Ploetzlich begannen die Lavafelder des Craters of the Moon National Monument - eine schroffe, heiße Landschaft.
Im Visitor Center verschafften wir uns einen kleinen Ueberblick bevor wir uns auf dem mitten in der Lavallandschaft gelegenen Campingplatz ein Plaetzchen suchten. Wir hatten Glueck und fanden einen Stellplatz mit einem schattenspendenden Baum. Wir fuhren gleich wieder los um den Park zu erkunden. Eine 11 km lange Loop Road fuehrt durch das Gebiet, unterbrochen von kurzen Trails wie North Crater Flow und Devils Orchard. Danach gingen wir auf den Inferno Cone - ein kurzer aber steiler Anstieg. Oben hatten wir eine tolles Panorama auf die umliegenden Aschenkegel. Der letzte Stopp war bei den Lavahoehlen - zuerst waren wir in der Dewdrophoehle, die aber nur mit Taschenlampe zu erkunden ist, dann noch im Indian Tunnel. Hier war genug Tageslicht vorhanden und es war angenehm kuehl. Ralf fand den "Hinterausgang" - durch ein Loch kamen wir wieder an die Oberflaeche. Wir standen in "the middle of nowhere", aber Pfloecke zeigten uns den richtigen Weg. Nach so viel Lauferei bei dieser Hitze freuten wir uns auf ein schattiges Plaetzchen am Campground.
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7. Tag
17.06.03

Gefahrene km: 425
Campground: KOA West Yellowstone 41,41 US$

Fruehstuecken konnten wir morgens draußen, es war schon sehr warm. Da wir sehr spaet aufgewacht sind, gaben wir unseren Plan, nochmals in den Park zu fahren, auf. Das heutige Ziel hieß Yellowstone Park. Wir verließen Craters of the Moon und kamen bald darauf nach Arco. Dieser Ort war Anfang der 50er Jahre die erste Stadt der Welt deren Straßenlaternen mit Nuklearstrom leuchteten. Weiter gings durch karges Gebiet zum Experimental Breeder Reactor No. 1, der fuer diesen Strom sorgte. In Idaho Falls fuellten wir unsere Vorraete auf und auch den Diesel. Ab Ashton folgten wir dem Mesa Falls Scenic Byway - eine schoene Route durch den Wald. Hier haben wir die Lower und Upper Falls besichtigt. Zu den 35 m hohen Upper Falls konnten wir hinlaufen, ein schoener Spaziergang.
Bald hatten wir dann auch West Yellowstone erreicht. Hier nahmen wir uns einen Platz auf dem KOA CP, damit wir noch mal Duschen und die Batterien fuer Video- und Fotokamera aufladen konnten. Dieser Luxus war mit 41,41 Dollar ziemlich teuer erkauft, zumal der Platz - wie meist - sehr nahe an der Straße lag. Aber was solls, wir fuhren dann gleich weiter um einen kurzen Abstecher in den Park zu machen. Da wir fuer die jetzige Jahreszeit schon ein sehr hohes Besucheraufkommen feststellten, fuhren wir gleich mal auf den Madison CP um fuer die naechsten zwei Naechte einen Platz zu reservieren. Wir hatten Glueck und bekamen einen, denn fuer heute war der Platz ausgebucht. Dann ging es weiter zum Lower Geyser Basin - an allen Ecken dampfte und rauchte es und der ein oder andere Geysir schickte seine Wasserfontaene gen Himmel. Diverse Pools leuchteten in den unterschiedlichsten Farben - wunderschoen. Auf der Fahrt sahen wir ein totes Bison am Waldrand liegen und ein Coyote schlich in seiner Naehe herum. Dieser Anblick loeste gleich einen riesigen Verkehrsstau aus. Ebenso die Elks, die sich in idyllischer Umgebung an einem Fluss niedergelassen hatten. Bisons sahen wir nahe an der Straße und auch ein bruetendes Weißkopfseeadlerpaar. Wir sind nun jetzt noch nicht so weit in den Park reingefahren und haben aber doch schon so viele schoene Eindruecke gewonnen. Abends blieb die Kueche kalt - wir goennten uns Lachs und Steak in West Yellowstone.
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8. Tag
18.06.03

Gefahrene km: 203
Campground: Madison CP (Yellowstone NP) 18 US$

Heute morgen waren wir schon frueh unterwegs. Um 09.00 Uhr sahen wir uns im IMAX-Kino den Film "Yellowstone" an. Danach kauften wir noch Mitbringsel fuer unsere Neffen und meine Schwester ein. Wir fuhren dann auf den Madison CP um dort unsere Reservierung einzuloesen, klappte auch alles wunderbar. Wir besahen uns kurz den Platz den uns die freundliche Dame am Schalter zugewiesen hatte und dann konnte es endlich losgehen in den aeltesten Nationalpark der Welt. Sofort fielen uns die großflaechig abgebrannten Berghaenge auf. 1988 wueteten hier nach einem sehr heißen und trockenen Sommer die schlimmsten Waldbraende seit jeher und zerstoerten 36 % des Parks. Aber alles Schlimme hat auch etwas Gutes - neue Baeume und Pflanzen wachsen heran und es koennen neue Lebensraeume entstehen. Zuerst fuhren wir den Firehole Canyon Drive - hier lagen die Baumstaemme wie bei einem Mikadospiel verstreut. Dann weiter zum Firehole Lake Drive , dieser Weg fuehrt zum Great Fountain Geyser, der lt. Vorhersage erst in den Abendstunden aktiv werden sollte. Ein Stueckchen weiter war der 4 m hohe White Dome Geyser, der nach kurzer Wartezeit eine Wasserfontaene ausstieß.
Das Midway Geyser Basin mit dem huebschen Grand Prismatic Spring der in tiefem Blau leuchtete und das Biscuit Basin waren unser naechster Halt. Im Upper Geyser Basin wo neben vielen anderen Geysiren auch der Old Faithful beheimatet ist, legten wir eine Pause ein. Das Amphitheater begann sich schon langsam zu fuellen, ein sicheres Zeichen, dass der naechste Ausbruch des alten "Getreuen" nicht mehr lange auf sich waren laesst. Uns trieb der Hunger aber erst mal in das nahegelegene Restaurant. Wir konnten noch gemuetlich unseren Burger verspeisen, bis es dann doch langsam Zeit wurde uns in die Menschenmenge einzureihen. Es ist schon ein beeindruckendes Schauspiel den Old Faithful ausbrechen zu sehen. Er ist zwar nicht der groeßte Geysir im Park, aber der bestaendigste. Da wir jetzt frisch gestaerkt waren, machten wir uns per Fuß auf den Weg zum Geyser Hill, weiter zum Grand Geyser und Grotto Geyser, der staendig Wasserfontaenen spuckte. Unser letztes Ziel war der Morning Glory Pool, ein besonders farbenfroher Pool. Nach soviel Geysiren, liefen wir den Radweg zurueck zum Old Faithful Inn, einem der groeßten Blockhaeuser der Welt. Jetzt waren wir wirklich k.o. von dem langen Spaziergang zudem leuchteten wir beide schoen rot. Das Wetter hatten wir einfach unterschaetzt - Wind und Sonne taten ihr Werk. Nun starteten wir wieder unser Mobil und fuhren ueber den Craig Pass zur Fishing Bridge. Unterwegs zogen einige Wolken auf und es wurde etwas kuehler. Letzter Halt fuer heute war am Mud Volcano, in dem wie der Name schon sagt schmutziges heißes Wasser brodelte. Ein Stueckchen weiter hatten wir einen schoenen Ausblick auf die Sulphur Caldron - giftgruene Schlammtoepfe. Auf dem Weg dahin kamen zwei große Bisons den Hang hinauf. Gott sei Dank entschieden sie sich nicht fuer unsere Richtung, dennn dann waere uns der Weg zum Wohnmobil abgeschnitten gewesen. Gemaechlichen Schrittes spazierten die beiden auf der Fahrbahn entlang und sorgten fuer einen Stau. Wir machten uns wieder auf die Reise und sahen unterwegs noch 3 Elks mit riesigen Geweihen. Ueber das malerische Hayden Valley ging der Weg zurueck zum Campground. Fuer heute waren wir fix und foxi und nach dem Abendessen gingen wir bald ins Bett.
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9. Tag
19.06.03

Gefahrene km: 179
Campground: Madison CP (Yellowstone NP) 18 US$

Wieder weckte uns Sonnenschein, bisher hatten wir echt Glueck mit dem Wetter. Heute stand Teil 2 zur Erkundung des Yellowstone Parks an. Im heißesten und aeltesten Geysirbecken, dem Norris Geyser Basin spazierten wir auf einem Holzsteg durch das blubbernde und dampfende Porcelain Basin. Ein Weg durch den Wald fuehrte uns zum Monarch Geyser und Echinus Geyser, der gerade ausgebrochen war. Zum Schluß sahen wir den Steamboat Geyser, der zwischen sehr langen Pausen bis zu 90 m hohe Fontaenen rauslassen kann. Ein paar kleine Wasserfontaenen und jede Menge Dampf liess er trotzdem los. Gegen Mittag kamen wir in Mammoth Hot Springs an. Die meisten Terrassen waren ausgetrocknet, nur im oberen Teil floss Wasser ueber den Abhang. Da waren wir ein bisschen enttaeuscht.
Im Oertchen kauften wir uns ein Eis - Montana Moose Moss, ein giftgruenes Pfefferminzeis mit Schokostueckchen - sehr lecker. Kurz vor Tower-Roosevelt machten wir einen Abstecher zum "Petrified Tree". Dieser versteinerte Baumstamm soll schon rund 50 Millionen Jahre alt sein, unglaublich. Als wir den Parkplatz der Tower Falls erreichten, kam uns ein Schwarzbaer entgegen. Das arme Vieh suchte schnell wieder das Weite angesichts der Menschenmenge, die ihn ablichten wollte. Nach diesem kleinen Intermezzo sahen wir uns die 40 m hohen Faelle vom Aussichtspunkt an, der Trail war gesperrt, vielleicht wegen dem Baeren? Ueber den 2700m hohen Dunraven Pass fuhren wir zum Grand Canyon des Yellowstone Parks. Von diversen Aussichtspunkten waren die Lower und Upper Falls schoen einzusehen. Wir fuhren zurueck zum CP, Ralf fuehlte sich nicht ganz so gut - er hatte wohl einen Zug am Auge abbekommen. Nach einem Stuendchen Schlaf und einem Abendessen ging es ihm schon wieder besser.Am Abend machten wir einen Spaziergang zum Madison River - hier grasten friedlich die Hirsche und leider auch die Muecken. Wir zuendeten noch ein Lagerfeuer an und von den Biestern war nichts mehr zu spueren.

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10. Tag
20.06.03

Gefahrene km: 348
Campground: KOA Cody 36,24 US$

Bye, bye Yellowstone, heute mussten wir Abschied nehmen. Ein Trost blieb uns aber doch, wir fuhren hier noch mal eine laengere Strecke um den Park am Nord-Ost Eingang zu verlassen. Wieder fuhren wir ueber den Dunraven Pass und hatten Glueck und sahen einen Grizzly am Hang nach Fressbaren graben. Kurz darauf noch mal ein Baer dieses mal ein Schwarzbaer, der nahe der Straße stand. Durch das schoene, ruhige Lamar Tal verliessen wir den Park. Wir passierten die Oertchen Silver Gate und Cooke City, die damals dem großen Feuer nur knapp entkamen. Weiter gings den Beartooth Pass hinauf auf 3337 m. Wunderbare Ausblicke hatten wir auf noch schneebedeckte Berge und halb zugefrorene Bergseen, einfach schoen.
Sogar Skifahren war noch moeglich. An der Grenze zu Montana drehten wir wieder um und fuhren zurueck in waermere Gefilde, denn hier oben hatte es nur 12°C. Nach dem naechsten Pass, dem Dead Indian Summit verließen wir die bewaldeten Rocky Mountains und kamen in eine karge, trockene Gegend - das Bighorn Basin. Wir naeherten uns Cody, unserem heutigen Tagesziel. Erst kauften wir ein, darunter Zigaretten, die billiger als in Deutschland sind und checkten dann im KOA CP ein. Wir hielten uns nicht lange auf und fuhren gleich wieder los nach Cody. Zuerst in das Buffalo Bill Historical Center mit 5 großen Westernmuseen. Wir kauften Tickets, die zwei Tage gueltig waren. Im groeßten Museum, dem Plains Indian Museum machten wir nur einen kurzen Rundgang, denn um 18.00 Uhr begann vor dem Irma Hotel eine "Gunfighter Show", die wir uns ansehen wollten. "Shootouts" in Wild West Manier mit Buffalo Bill wurden hier gezeigt, aber nicht ohne das vorher die Amerikanische Nationalhymne gespielt wurde. Mittlerweile wehte ein so starker Wind, so dass wir schon richtig sandgestrahlt waren vor Dreck. Eigentlich wollten wir noch Essen gehen, aber die Wartezeit in den Restaurants betrug ca. 20 min. - das war uns zu lange. Da kochten wir lieber selbst.
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11. Tag
21.06.03

Gefahrene km: 15
Campground: KOA Cody 36,24 US$

Wir beschlossen heute morgen noch einen Tag laenger in Cody zu bleiben. Hier fand an diesem Wochenende das Plains Indian Powwow statt. Das mussten wir ausnutzen, denn wann bekommen wir schon mal die Gelegenheit so ein Festival der Praerie-Indianerstaemme zu sehen? Vormittags war erst mal Bildung angesagt, bzw. die Fortsetzung des Plains Indian Museums von gestern. Praesentiert wurde hier Schmuck, traditionelle Kleidung, Waffen und einiges mehr. Anschließend waren wir im Buffalo Bill Museum. Hier geht es nur um William Frederick Cody genannt Buffalo Bill, der letztendlich mit seinen großen Wildwestshows beruehmt geworden ist. Beide Museen sind jedenfalls sehr empfehlenswert. Um 12.00 Uhr begann das Powwow mit dem Einzug der verschiedenen Indianerstaemme.
Es war eine farbenpraechtige Kulisse die sich uns bot. Die Indianer trugen jeweils ihre traditionelle Kleidung teils mit Federn und kleinen Glocken geschmueckt - wunderschoen anzusehen. Danach fanden verschiedene Tanzwettbewerbe (fancy, traditional, grass) fuer Frauen, Maenner und Kinder statt, bei denen es auch Preisgelder zu gewinnen gab. Wir saßen gemuetlich auf der Wiese und sahen dem Treiben zu. Es wurde natuerlich auch Musik gespielt, vier "Gruppen" waren da, aber fuer unsere Ohren hoerte sich jedes Lied fast gleich an. Nach dem vier Stunden wie im Fluge vergangen sind, sahen wir uns noch ein bisschen bei den Schmuckstaenden um und gingen anschließend noch ins Draper Museum of Natural History. Zum Abschluss dieses schoenen "Ruhetages" goennten wir uns noch ein leckeres mexikanisches Essen.
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12. Tag
22.06.03

Gefahrene km: 306
Campground: KOA Sheridan/Big Horn Mountains 19,08 US$

"Pancakes free" offerierte unser CP jeden Morgen. Das nutzten wir heute aus und gingen Fruehstuecken. Ralf fand allerdings keinen rechten Gefallen an unserem heutigen Morgenmahl - es schmeckte ihm nicht. Erstmals war es heute morgen bewoelkt und auch die Temperaturen waren niedriger. Durch das Bighorn Basin fuhren wir in die Bighorn Canyon National Recreation Area, das ist die Heimat von ca. 200 Mustangs und den namensgebenden Bighorn Sheep. Durch ein huegeliges Hochplateau kamen wir zum Devil Canyon Overlook - einem 300 m tiefen Canyon. Aber angesichts der Kuehle zog es uns bald wieder ins Auto. Naechstes Ziel waren die Five Springs Falls, die man vom gleichnamigen Campingplatz nach einem kurzen Spaziergang gut erreichen kann. Leider ist die Sicht etwas eingeschraenkt durch Felsen und Baeume. Die Umgebung hier gefiel uns gut und wir legten eine Mittagspause ein. Auf der US 14A, auch Medicine Wheel Passage genannt, erreichten wir bald den Parkplatz vom Medicine Wheel. Von dort aus sind es gut 2 ½ km in ca. 3000 m Hoehe zu laufen. Ein eisiger Wind wehte hier oben und mit 7°C war es auch nicht gerade angenehm. "It is a nice walk", sagte die Rangerin - also machten wir uns auf den Weg. In luftiger Hoehe auf dem Bald Mountain liegt das Medicine Wheel - ein "Rad" aus Steinen mit 28 Speichen und einem Durchmesser von 75 m.
Wann und wozu es errichtet worden ist, darueber scheiden sich die Geister. Fuer die Indianer ist es jedenfalls eine heilige Staette und man soll auch nur im Uhrzeigersinn herumgehen. Bunte Baender, kleine Saeckchen mit Inhalt, Knochen und Muscheln an der Absperrung sprechen dafuer, das die Staette auch heute noch regelmaeßig aufgesucht wird. Weiter ging es auf dem Bighorn Scenic Byway. Mittendrin sah ich einen Elch am Waldrand stehen - einen jungen Bullen. Der wurde von uns natuerlich ausfuehrlich beobachtet, gefilmt und fotografiert. Serpentinenreich ging es dann wieder ins Tal hinunter und bald kamen wir in Sheridan an. Unser heutiger CP ist sehr huebsch - nur leider etwas zu nahe an der I-90.
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13. Tag
23.06.03

Gefahrene km: 448
Campground: KOA Deadwood 23,63 US$

Bei kuehlem und windigem Wetter fuhren wir heute morgen zum Denkmal der Fettermann Battle Site. Hier erlitt 1866 die US-Armee eine ihrer schlimmsten Niederlagen - 81 Soldaten wurden von Indianern getoetet. Um beim Thema zu bleiben, besichtigten wir gleich anschließend das Fort Phil Kearney. Hier wird ueber das Leben im Fort berichtet und um die Geschehnisse der umliegenden Schlachtfelder, die es hier in groeßerer Anzahl gibt. Unsere Reise fuehrte einen großen Teil ueber die Interstate 90, wegen der hoeheren Geschwindigkeit ging es auch flott voran. Das Wahrzeichen Wyomings, der Devils Tower, stand als naechstes auf dem Plan. Weithin sichtbar erhebt er sich ueber 386 m - die Indianer nannten ihn "Bau des Baeren". Der Sage nach suchten 7 Indianermaedchen Schutz vor einem Baeren auf einem Baumstumpf. Dieser wuchs immer hoeher und hoeher und waehrend der Baer wuetend seine Krallen hineingrub - stiegen die 7 Maedchen als Sternbild des Großen Baeren in den Himmel auf. Es gibt natuerlich auch eine wissenschaftliche Theorie, die ist aber nicht so schoen. Wir umrundeten den Berg auf dem 2 km langen Tower Trail, unterwegs sahen wir ein Murmeltier neugierig aus seiner Hoehle lugen.
Kurz vor dem Tower liegt beiderseits der Straße eine Praeriehundkolonie. Hier legten wir auch einen Stopp ein um die putzigen Tierchen zu filmen. Ueber den kurvenreichen Spearfish Canyon Scenic Byway ging es dann zu unserem Tagesziel Deadwood. Der KOA CP bot einen Shuttleservice in das Spielerstaedtchen an, den wir natuerlich gerne annahmen. 1989 wurde hier das Gluecksspiel legalisiert und davon lebt die Stadt heute. Klein Las Vegas, ueberall einarmige Banditen und das ganze Ambiente nostalgisch getrimmt. In der Historic Main Street gingen wir erst Steak essen um dann anschließend geruestet zu sein fuer unseren großen "Gewinn". Im Saloon No. 10 einer urigen Kneipe versuchte Ralf beim Black Jack unser Geld zu vermehren. Als ich ihn dann endlich wieder zum Gehen bewegte, behauptete er, er haette gerade eine Gluecksstraehne gehabt. (Warum er dann allerdings kurz zu vor nochmals Geld getauscht hatte - verstehe ich nicht!!). Wir wechselten dann die Lokalitaet um das Glueck bei den "Einarmigen" herauszufordern. Aber 10 $ in einer 25 Cent Slotmaschine sind in nicht mal einer Zigarettenlaenge verspielt - wenn man nichts gewinnt. Mittlerweile hat es zu Regnen begonnen - wir erwischten gerade noch den Bus und fuhren zurueck zum Campingplatz.
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14. Tag
24.06.03

Gefahrene km: 189
Campground: KOA Mt. Rushmore 32,08 US$

Die Wolken hingen tief und es regnete - kein schoener Beginn fuer einen neuen Tag. Trotzdem machten wir uns auf den Weg - zuerst ins Visitor Center der Homestake Gold Mine in Lead. Die Mine war lange Zeit die am laengsten operierende Mine der Welt - bis sie 2001 fuer immer geschlossen wurde (hohe Betriebskosten und niedrige Goldpreise). Von hier kann man auch den tiefen Minencanyon einsehen. Anschließend besuchten wir das Black Hills Mining Museum. Neben der Besichtigung der Ausstellung machten wir auch eine Fuehrung durch eine rekonstruierte Mine mit. Weiter gings zum Mt. Rushmore, allerdings liessen wir den erst mal links liegen, da die Wolken ziemlich tief hingen un die Sicht nicht so toll war. Dafuer checkten wir erstmal auf dem 4 Meilen entfernten KOA CP ein. Ein Stueck weiter des Weges am Crazy Horse Memorial war ebenfalls miese Sicht - von der Skulptur war rein gar nichts zu sehen - wir verzichteten. In Custer fanden wir dann endlich mal einen Internet Access in der Buecherei - ½ Stunde kostenlos. Internetcafes haben wir in der ganzen Zeit bisher noch nicht gesehen. Dann besuchten wir das Jewel Cave National Monument, die Hoehle soll eine der schoensten sein. Aber angesichts des schlechten Wetters war der Andrang groß und die naechste Fuehrung waere erst viel spaeter Abends gewesen. Wir fuhren zurueck zum CP duschten und aßen zu Abend. Mittlerweile zog ein Gewitter auf und es schuettete wie aus Eimern. Dabei hatten wir heute noch ein Abendprogramm - und zwar die "Lightning Ceremony" am Mt. Rushmore. Vom CP aus gabs einen kostenlosen Shuttlebus dorthin - praktisch, denn da konnten wir uns die Parkplatzgebuehren sparen, die nicht so ohne war. Bei kuehlen windigen 6°C (mal ohne Regen) verfolgten doch viele Leute im Amphitheater zuerst einen Film, der zeigte was die amerikanischen Praesidenten geleistet hatten und anschließend wurde die amerikanische Nationalhymne gesungen. Nun war auch der Mt. Rushmore angestrahlt, Ralf wartete auf wechselnde Farben und wurde aber enttaeuscht. Die Leute suchten angesichts des kalten Windes und des wieder einsetzenden Regens schnell das weite und wir auch hinterher. Trotzdem waren wir die letzten die am Bus ankamen.
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15. Tag
25.06.03

Gefahrene km: 152
Campground: KOA Hotsprings 24,10 US$

Sonnenschein zwischen vielen dicken Wolken ließen doch auf einen schoeneren Tag hoffen als gestern. Wir fuhren nochmals zum Mt. Rushmore - denn bei freundlichem Wetter ist der Anblick gleich ein ganz anderer. Auch Crazy Horse war heute zu sehen. Schon 1949 wurde hier die Arbeit von Korczak Ziolkowski begonnen. Das Denkmal wird zehn mal hoeher sein als Mt. Rushmore. Bisher ist nur der Kopf fertiggestellt und der ausgestreckte Arm ist zu erkennen. Da die Organisation nur mit Spenden arbeitet wird es wohl noch eine ganze Weile dauern bis Crazy Horse fertig ist. Zur Einstimmung sahen wir einen Film ueber die Entstehung der Skulptur, danach bummelten wir durch das Memorial Indian Museum of North America. Angeschlossen sind hier auch Werkstaetten Einheimischer, die ihr Kunsthandwerk praesentieren. Wunderhuebsche Sachen gibt es zu kaufen - wir erstanden zwei kleine handgearbeitete Fetisch-Baeren aus Stein. Lange hatten wir uns hier aufgehalten, nun fuhren wir weiter zum Custer State Park. Hier leben im huegeligen Praerieland viele Bisons aber auch Deers und Pronghorns. Wir befuhren die 29 Km lange Wildlife Loop Road und begegneten einigen dieser Tiere. Natuerlich durfte auch eine Praeriehundkolonie nicht fehlen. Niedlich sind sie ja schon. Im Wind Cave National Park machten wir zum Schluss noch eine Fuehrung durch die Unterwelt - die 1 ½ Stunden lange Fairground Tour. Wir fuhren dann noch bis Hot Springs und liessen uns auf dem dortigen KOA Campground nieder.
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16. Tag
26.06.03

Gefahrene km: 405
Campground: KOA Casper North 21,38 US$

Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir heute zu erst zur nahen Mammoth Site. In einer der weltgroeßten Mammutfundstaetten machten wir eine self-guided-Tour durch die Grabungsstaette. Mit einem Ordner mit deutscher Beschreibung bewaffnet machten wir einen Rundgang und sahen hier die Skelette der Riesen an ihrem Originalfundort. Anschließend war nur fahren angesagt. Durch weite Praerielandschaft fuhren wir nach Nebraska - auch hier aenderte sich an der Landschaft nicht viel. Nachmittags kamen wir in Casper, Wyomings zweitgroeßter Stadt, an. In einer Mall kauften wir einige Kleinigkeiten ein und fuer Ralf noch eine Jeans. Als Uebernachtungsplatz hatten wir den KOA Casper Nord ausgesucht - ein ungemuetlicher Platz direkt an der Interstate. Gott sei Dank stehen wir morgen wieder im Wald.
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17. Tag
27.06.03

Gefahrene km: 460
Campground: Colter Bay (Grand Teton) 12 US$

Eine weite Strecke lag heute vor uns - bis zum Grand Teton National Park. Wieder fuhren wir durch weite Praerielandschaft, mit einem kurzen Stopp zum Einkaufen in Riverton - einem Versorgungszentrum dieser Gegend. Ralf entdeckte per Zufall, das im Wal-Mart die Compact Flash Karten fuer den Fotoapparat viel guenstiger sind als bei uns - da hat er gleich eine mitgenommen. Bei der großen Menge an Fotos die er bis jetzt gemacht hat, hat er naemlich Angst, dass der Speicher nicht mehr ausreicht und noch haben wir ja eine Woche. Die Landschaft aenderte sich bei Dubois (wir tauften den Ort Dubios - obwohl er sehr nett war) - es wurde wieder gruen. Kurz vor dem Parkeingang ging es einen Pass hinauf und die Temperatur fiel - aber dafuer hatten wir ein fantastisches Panorama auf die schneebedeckte Teton Range. Wir waren uns heute morgen unschluessig, ob wir ueberhaupt bis in den Park reinfahren sollten, denn es beginnt das Wochenende und da weiß man nie wie es mit den Campingplaetzen aussieht. Aber 'no risk no fun' wie Ralf immer sagt. Ueber den Moran Entrance fuhren wir in den Park und erfuhren, dass der CP Colter Bay noch nicht belegt war. Bis wir unseren Platz erreichten war erst mal Elche gucken angesagt. Wir kamen an einem See entlang - hier parkten schon einige Autos, also musste da was zu sehen sein. Und tatsaechlich, eine Elchmutter mit Kalb schwamm durch den See. Ein Stueck weiter des Weges nochmals ein Auto- und Menschenauflauf an einer Bruecke. Wieder Mutter Elch mit Kind. Das Kleine war wirklich putzig - es stakste in einem morastigen Wasserlauf herum und kam nicht mehr hoch an das Ufer - bis zum Hinterteil stand es im Schlamm.
Die Mama machte Halt und befahl doch wieder den anderen Weg einzuschlagen und dann klappte es - das Kleine kam wieder aus dem Wasser heraus. Ringsrum war alles begeistert. Vor lauter Mitleid hatte ich mittlerweile die Kamera ausgeschaltet - ich konnte das Drama nicht mehr mit ansehen und filmte auch so das glueckliche Ende nicht. Wir erreichten dann endlich unseren Platz - parkten und legten eine Pause ein. Anschließend sahen wir uns etwas in der Gegend um. Das Colter Bay Visitor Center liegt direkt am Jackson Lake - hier saßen wir gemuetlich am menschenleeren Bootshafen in der Sonne und genossen das großartige Panorama. Wir hoerten einen komischen Laut, wie von einem Tier und dann einen Schuss - ob da wohl wieder ein Baer vertrieben wurde? Ein Stueck weiter liegt die Jackson Lake Lodge - hier saßen wir schon wieder in der Sonne bei einem Capuccino - dem Preis nach war er aus Gold. Hier hatten wir einen schoenen Ausblick auf Elchland, die Leute kamen auch mit Fotoapparat und Fernglaesern - es ließ sich aber keiner blicken. Wir fuhren dann noch mal zum See wo wir die ersten Elche gesehen hatten, und tatsaechlich war einer am Ufer - aber nur ganz kurz dann verschwand er wieder im Gestruepp. Abends saßen wir gut eingesprueht mit 'Off' gegen die vielen Muecken am Lagerfeuer. Das hat uns schon lange mal wieder gefehlt. Ganz witzig war heute: Ralf und ich hatten das "Mensch" T-Shirt von Herbert Groenemeyer an. Ralf wurde des oefteren darauf angesprochen, was denn da auf seinem T-Shirt steht. Er musste dann immer eine umfassende Erklaerung dazu abgeben. Komisch, mich hat keiner gefragt.
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18. Tag
28.06.03

Gefahrene km: 170
Campground: Colter Bay (Grand Teton) 12 US$

Beim Fruehstueck war der Himmel bedeckt, doch innerhalb einer Stunde war wieder schoenstes Wetter. Heute machten wir uns daran den Grand Teton Park - uebersetzt "die großen Brueste" zu erkunden. Wir fuhren zum malerischen Jenny Lake, einem beliebten Ausflugsziel. Hier fuhren wir mit einer Faehre ueber den glasklaren See zum Westufer - ca. 10 min. Fahrt. Dort wanderten wir bis zu den Hiddenfalls. Etwas spaeter zeigten einige Leute ganz aufgeregt in einen Baum. Dort, man muss schon sagen "hing", ein ganz blonder noch nicht so großer Schwarzbaer (Ralf behauptete steif und fest es waere ein Grizzly) und schlief. Ueber einen Felsen hoch, hatten wir einen besseren Blick auf ihn. Er wachte auf, stand auf und schaute in die Gegend - was fuer ein seltener Anblick fuer uns. Wir gingen weiter zum Inspiration Point - mit einem schoenen Blick ueber den See.
Mittlerweile war es sehr warm geworden und wir suchten uns ein schattiges Plaetzchen fuer eine Verschnaufpause. Freche, kleine Ground Squirrels kamen herbeigewieselt, auf der Suche nach Futter und auch zwei Murmeltiere schauten aus einer Felsspalte hervor. Fuer die Faehre hatten wir ein One-way Ticket gekauft, denn zurueck zum Ausgangspunkt wollten wir laufen. Der normale Weg war jedoch gesperrt also mussten wir den Horse Trail nehmen. Staendig ging es bergauf und wir kamen ganz schoen ins Schwitzen. Endlich erreichten wir wieder das Bootsdock - immerhin waren wir drei Stunden unterwegs gewesen. Nach einer kurzen Rast fuhren wir weiter zur Chapel of Transfiguration - einer schlichte Blockhauskirche. Vorn dort aus ging es weiter zum Gros Ventre Slide. 1925 war hier ein riesiger Erdrutsch - der gleichnamige Fluss wurde zu einem großen See aufgestaut. Nach zwei Jahren brach dieser Damm und das kleine Dorf Kelly versank in den Fluten. Danach haben wir noch mal am "Elchsee" geschaut ob unsere Lieblingstiere zu sehen waren - und tatsaechlich stand einer im Wasser. Abends saßen wir wieder gemuetlich am Feuer.
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19. Tag
29.06.03

Gefahrene km: 153
Campground: Madison CP (Yellowstone NP) 18 US$

Heute nahmen wir Abschied vom Grand Teton NP - einen Aufenthalt koennen wir hier nur empfehlen. Wir fuhren nach Norden - direkt zum Suedeingang des Yellowstone Parks. Weil es uns hier auch gut gefallen hat, wollten wir hier noch einen Tag verbringen. Im Grant Village am Campingplatz holten wir uns gleich eine Reservierung fuer den Madison CP, sicher ist sicher. Kurz darauf am West Thumb Geyser Basin machten wir einen Spaziergang am Ufer des Yellowstone Lake, am Fishing Cone vorbei - der aussieht wie ein kleiner Minivulkan. Nachdem wir den Old Faithful noch mal in seiner ganzen Pracht erlebt hatten, tranken wir im Old Faithful einen Capuccino auf der Terrasse. Im Visitor Center hatten wir gelesen, das der Castle Geysir um ca. 15.15 Uhr ausbrechen soll. Wir machten uns auf den Weg und es tat sich erst mal nichts. Ganz genau kann die Eruption nicht vorausgesagt werden, bis zu einer Stunde laenger kann sich der Ausbruch verzoegern. Nach ein paar Anlaufversuchen schoss eine Wasserfontaene ca. 24 m in den Himmel. Ein toller Anblick, der uns ca. eine halbe Stunde erhalten blieb.
Zum Schluss kam mit einem leisen Donnern nur noch Wasserdampf. Zum Abschluss besuchten wir noch das Black Sand Basin und fuhren dann auf den Campingplatz. Abends gingen wir am Madison River spazieren, aber heute standen hier keine Hirsche so wie letztes mal. Wir liefen ueber die Wiese, immer die Augen auf, um in keine Hinterlassenschaften von Bisons oder Elks zu treten. Auf der anderen Straßenseite standen viele Elks an einem kleinen Waeldchen und ein Bison lag im Gras und schlief - dachten wir. Als ein Rabe sich auf das Bison setzte, wussten wir das es wohl nicht mehr lebte. Ploetzlich wurden die Elk's unruhig und ich sah zwischen den Baeumen einen grauen Schatten. Zwei Coyoten kamen heraus - ganz vorsichtig nach allen Seiten blickend und holten sich ihr Abendmahl. So ist die Natur. Ich aergerte mich, denn Videokamera hatte ich im Wohnmobil gelassen. Den lauen Abend ließen wir am Feuer ausklingen.

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20. Tag
30.06.03

Gefahrene km: 297
Campground: KOA Butte 24,25 US$

Wiederum bei schoenstem Wetter verließen wir den Park heute morgen Richtung West Yellowstone. Im Weißkopfseeadler-Nest saß ein Junges und gegenueber - fotogen platziert auf zwei Baumstaemmen, die Alten. Als naechstes kamen wir an der Madison River Canyon Earthquake Area vorbei. 1959 hat hier die Erde gebebt und ein Teil des Berges kam herunter. Im Visitor Center wurde dazu ein Film gezeigt und eine Ausstellung berichtete ueber die Ueberlebenden. Gegen Mittag erreichten wir Virginia City - ein Staedtchen das zur Zeit des Goldrausches 1863 um die 10.000 Einwohner hatte. Heute leben hier nur noch 100 Menschen und in die "geschichtstraechtigen" Haeuser sind Restaurants und Souvenirgeschaefte eingezogen. 1959 hat hier die Erde gebebt und ein Teil des Berges kam herunter. Im Visitor Center wurde dazu ein Film gezeigt und eine Ausstellung berichtete ueber die Ueberlebenden. Gegen Mittag erreichten wir Virginia City - ein Staedtchen das zur Zeit des Goldrausches 1863 um die 10.000 Einwohner hatte. Heute leben hier nur noch 100 Menschen und in die "geschichtstraechtigen" Haeuser sind Restaurants und Souvenirgeschaefte eingezogen.
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21. Tag
01.07.06

Gefahrene km: 309
Campground: KOA Great Falls 28,89 US$

Heute morgen besuchten wir die Grant-Kohrs Ranch in Deer Lodge. Ehemals, Ende des 19. Jahrhunderts, war die Ranch eine der groessten ueberhaupt - heute ist sie eine National Historic Site. Hier besichtigten wir die Cowboyunterkuenfte, eine Kutschenausstellung und das Wohnhaus des letzten Besitzers - Conrad Kohrs - ein Deutscher. Weiter gings nach Helena, der Hauptstadt Montanas mit 25.000 Einwohnern. In der wie ausgestorben wirkenden Fußgaengerzone (da kann man halt nicht mit dem Auto vors Geschaeft fahren) legten wir eine Mittagspause ein. Anschließend besichtigten wir noch die huebsche Cathedral of St. Helena. Endziel für heute war der KOA CP in Great Falls. Es waren nachmittags an die 35°C - da brauchten wir erst mal eine Erfrischung im Pool. Dieser stellte sich als netter Wasserspielplatz für die Kleinen heraus. Was uns aber nicht daran hinderte, auch mal die Rutsche auszuprobieren.
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22. Tag
02.07.03

Gefahrene km: 382
Campground: Waterton Lakes NP 30 CAN$

Heute morgen liessen wir uns bedienen - wir fruehstueckten mal etwas ueppiger mit Eiern und Kartoffeln. Anschliessend gingen wir ins "Lewis and Clark National Historic Trail Center". Dieses Museum informiert sehr ausfuehrlich ueber die Erforschung des Westens von Lewis und Clark 1804 - 1806 und die Indianerstaemme der Praerien. Weiter gings zum Ryan Dam - einem Staudamm des Missouri Rivers mit 46 m hohen Wasserfaellen. Es war schon Mittag als wir dann endgueltig von Great Falls losfuhren - Richtung Kanada. Langsam kamen wieder die Berge naeher - es wehte ein starker Wind und Ralf hatte beim Fahren mit starkem Seitenwind zu kaempfen. So warm wie gestern war es heute nicht mehr, aber immer noch 23° C und sonnig. Wir ueberquerten die Grenze zu Kanada am Port of Chief Mountain. Der Glacier NP auf amerikanischer Seite schliesst nahtlos an den Waterton Lakes National Park in Kanada an. Und weil wir noch nicht genug von der Natur haben, bleiben wir hier noch zwei Naechte statt - entgegen unseres urspruenglichen Planes - morgen schon nach Calgary zu fahren. Nach unserer Ankunft bummelten wir etwas durch den Ort - nicht ohne einen Stopp einzulegen um ein grosses Eis zu essen. Wir fanden auch mal wieder einen Internet-Zugang und noch einen kleinen Stoffelch fuer meine Sammlung. Abends spazierten wir noch um den Campingplatz und schauten den Deers beim Grasen zu. Jetzt ist es schon nach 22.00 Uhr und immer ist es noch nicht dunkel.
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23. Tag
03.07.03

Gefahrene km: 71
Campground: Waterton Lakes NP 30 CAN$

Unser letzter ganzer Tag mit dem Wohnmobil ist angebrochen. Der Waterton Lakes NP hat nur zwei Strassen die zu befahren sind - beide enden in einer Sackgasse. Zuerst fuhren wir zum Cameron Lake. Nach kurzer Zeit schon lief ein Schwarzbaer an der Strasse entlang und noch mal drei Exemplare waren kurz vor dem See unterwegs. Am See blies ein eisiger Wind aber die Aussicht auf die Berge, die noch etwas schneebedeckt waren, war prachtvoll. Wir liefen am Ufer entlang, bis es nach ca. 1,5 km nicht mehr weiterging. Der Weg war zu Ende - Grizzlygebiet. Wir fuhren zurueck zum Prince of Wales Hotel, hier gab es fuer uns einen Burger mit Aussicht. Im mit weissen Tischdecken gedeckten Restaurant bekamen wir einen Tisch am Fenster mit Blick auf die schoene Landschaft. Ralfs Motto heute: Bisons will er nicht mehr sehen, wenn dann nur als Burger - und so war es - Bisonburger Deluxe gab es zu Mittag. Danach fuhren wir zum Red Rock Canyon - an blumenuebersaeten Wiesen vorbei. Am Parkplatz stand eine groessere Ziegenfamilie mit drei Jungtieren. Die Ziegen leckten ganz bestimmte Autos ab - vor allem am Auspuff und unter der hinteren Stossstange - wahrscheinlich auf der Suche nach Salz. Gesund war das bestimmt nicht.
Wir liefen einmal den kurzen Canyon-Trail entlang und fuhren dann zurueck zum CP. Wir hatten ja heute noch was vor - Kofferpacken und Saubermachen. Bevor wir uns an die Arbeit machten, goennten wir uns erst ein Eis und genossen die Sonne. Jetzt geht unser Urlaub unweigerlich zu Ende - morgen frueh haben wir noch einige Kilometer bis nach Calgary zu fahren. Aber ein kleiner Trost bleibt uns noch - morgen werden wir die Stampede besuchen.
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24. Tag
04.07.03

Gefahrene km: 316

Der Wecker schmiss uns heute schon um 05.00 Uhr morgens aus dem Bett. Wir hatten noch ein Stueck Weg vor uns und wollten nicht zu spaet bei Fraserway zur Wohnmobiluebergabe kommen. Mit etwas Wehmut im Herzen hielten wir noch mal an einem Aussichtspunkt und verabschiedeten uns endgueltig von den Bergen. Die Fahrt ging zuegig voran und um 9:00 waren wir zuerst am Hotel zum Kofferabgeben - eine Nacht haben wir ja noch. Die Rueckgabe gestaltete sich einfach und wir hatten "nur" die Mehrkilometer und eine kaputte Windschutzscheibe zu bezahlen. Im Hilton Garden Inn fruehstueckten wir noch mal ordentlich um uns dann gestaerkt in das Getuemmel der Stampede, Calgarys grosses Rodeo, zu stuerzen. Der Fahrer des Hotel-Shuttles setzte uns bei der C-Train Station ab - so sparten wir schon mal die Busfahrt dahin. Der C-Train, so wie S-Bahn, stand schon bereit und wir fuhren bis Stadtmitte um dann noch mal umzusteigen. Eine Menschenmenge wartete bereits am Bahnhof auf den naechsten Zug. Die Stampede ist wie ein riesiges Volksfest mit Fahrgeschaeften, jede Menge Spielbuden und natuerlich das Wichtigste nicht zu vergessen - Essen und Trinken.
Daneben gibt es diverse Ausstellungen und Vorstellungen - sogar ein grosses Spielcasino. Wir hatten Tickets fuer die Rodeo Nachmittagsvorstellung - Bullenreiten, Kaelberfangen, Barrelracing usw. standen hier einen Nachmittag lang auf dem Programm. Fuer so ungeuebte Cowboys wie uns war die Show natuerlich grossartig. Aber auch das Publikum war begeistert. Danach schauten wir uns den Rummel mal genauer an und auch der Saddle Dom war diesmal offen - das zu Hause der Calgary Flames. Fuer das Abendprogramm hatten wir ebenfalls Karten - "Stampede pur" fuer uns und da standen Chuckwagon-Rennen auf dem Programm. Ein Rennen bestand aus vier Gespannen mit je 4 Pferden und zu jedem Team gehoerten auch 3 Reiter, die auch ganz bestimmte Funktionen zu erfuellen hatten. Jeder Start war unglaublich actionreich und das Publikum feuerte die Teams begeistert an. Nachdem die Rennen zu Ende waren, gab es noch die Grand Stand Show - eine Art Musical mit sehr vielen mitwirkenden Taenzern und Saengern und zum Abschluss noch Feuerwerk. Wir machten uns mit vielen anderen auf den Rueckweg und fuhren wieder mit dem C-Train zurueck, warteten aber nicht auf den Bus sondern setzten uns in das naechstbeste Taxi. Es war mittlerweile 01.00 Uhr morgens und wir waren doch etwas muede - seit 05.00 Uhr waren wir ja schon auf den Beinen. Wir fielen nur noch ins Bett.
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25. Tag
05.07.03

Es regnete und die Temperaturen lagen nur noch bei 8°C - der Abschied wurde uns leicht gemacht. Um 12.00 Uhr liessen wir uns zum Flughafen bringen. Wir hatten bis zum Abflug noch 6 Stunden und vertrieben uns die Zeit mit Bummeln, Flippern, Essen und Trinken. Puenktlich um 18.00 Uhr hob die Maschine ab und nach einem Zwischenstopp in Frankfurt landeten wir um 14.00 Uhr wieder in Muenchen. Wieder ist ein wunderschoener Urlaub zu Ende gegangen. Und es war mit Sicherheit nicht unser letzter Wohnmobilurlaub in den USA.

See you again USA!
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